Über mich
Ich heisse Sarah, bin 28 Jahre alt und arbeite als dipl. Pflegefachfrau HF. Die Ausbildung habe ich im Akutbereich in verschiedenen Spitälern und Bereichen absolviert. Mittlerweile arbeite ich seit mehreren Jahren in der Langzeitpflege. Das «Projekt Pusteblume» ist mein Herzensprojekt. Ich freue mich unglaublich, es parallel zu meiner Arbeit in der Pflege endlich umsetzen zu dürfen, nachdem mich die Idee dafür schon längere Zeit begleitet und über die Monate von einer vagen Idee zum umsetzbaren Projekt gereift ist.
Ich spreche Deutsch, Englisch und ein klein wenig Italienisch.

Das Projekt Pusteblume
Wie kam es zur Namensgebung des Projektes? Als ich das erste Mal die Idee zu diesem Projekt hatte, musste ich spontan an eine Pusteblume denken. Bald einmal entstand daraus der Name «Projekt Pusteblume». Die Pusteblume symbolisiert unter anderem Wünsche und Hoffnung. Pustet man die Samen einer Pusteblume davon und wünscht sich dabei etwas, soll der Wunsch bekanntlich in Erfüllung gehen. Ich fand die Bedeutung und Symbolik sehr passend und stimmig für mein Vorhaben.
Wie ist das Projekt entstanden? Seit ich denken kann, war es immer mein grösster Wunsch Krankenschwester zu werden. Ich mache meine Arbeit wirklich mit viel Herzblut und die Menschen und vor allem ihr Wohlbefinden liegen mir sehr am Herzen. Was mir im Pflegealltag aber immer mehr fehlt und was ich mir sehr wünsche, ist Zeit für mein Gegenüber zu haben. Mir die Zeit nehmen zu können, sei es für ein Gespräch oder einen Wunsch, ohne den Druck zu wissen, dass ich eigentlich bereits im nächsten Zimmer sein müsste oder mein Dienst im Grunde genommen vor wenigen Minuten bereits geendet hat. Ich wünsche mir, jemandem richtig zuhören zu können, wenn er mir von seinen Sorgen oder seine Lebensgeschichte erzählt. Wie oft muss ich ein Gespräch unterbrechen oder frühzeitig beenden? Wie oft muss ich einen Wunsch abschlagen, nur weil es mir die Zeit im Rahmen meines Dienstes nicht zulässt oder er schlichtweg nicht umsetzbar ist, obwohl er eigentlich nicht extrem zeitaufwändig und eher alltäglich wäre? Daher ist mein grösster Wunsch, Wünsche zu erfüllen, damit einige der folgenden fiktiven Beispiele in Erfüllung gehen können.
Ida (86) lebt im Altersheim und wünscht sich schon seit Langem sehnlichst, wieder einmal ins Dorf zu gehen für kleine Einkäufe und Erledigungen. Sie ist jedoch auf den Rollstuhl angewiesen und braucht somit jemanden, der sie begleitet und den Rollstuhl stösst.
Hans (75) lebt zu Hause und ist noch sehr rüstig und komplett selbständig. Tagsüber macht er Erledigungen und pflegt den Kontakt zu seiner Familie und Freunden. Er leidet unter starken Schlafstörungen und erwacht meist bereits gegen 4 Uhr morgens. Er wälzt sich längere Zeit im Bett hin und her, bis er schliesslich resigniert und aufsteht, um den Fernseher einzustellen. Die Nächte erscheinen ihm endlos, er fühlt sich oft einsam, ärgert sich über die Schlafprobleme und meist graut es ihm bereits abends vor der bevorstehenden, nicht enden wollenden Nacht. Hans war schon immer ein Morgenmensch und ging früher frühmorgens spazieren, besonders wenn seine Nächte aufgrund der Schlafprobleme so früh endeten. Alleine fehlt ihm mittlerweile aber die Motivation zu solchen Morgenspaziergängen. Er würde viel lieber mit jemandem gemeinsam spazieren gehen, würde die Gesellschaft sehr schätzen. Leider kennt er niemanden, der ebenfalls so früh aufsteht und noch so gut zu Fuss ist. Leider bieten auch die gängigsten freiwilligen Hilfsorganisationen keine Einsätze zu solch frühen Uhrzeiten an.
Anna (83) lebt im Altersheim. Aufgrund einer Augenerkrankung sieht sie kaum noch, erkennt nur noch Konturen und kann zwischen hell und dunkel unterscheiden. Sie hat ihr Leben lang leidenschaftlich gerne Bücher und Zeitungen gelesen und war politisch sehr interessiert. Erfreulicherweise ist sie geistig noch sehr fit und wäre nach wie vor interessiert am Weltgeschehen. Sie hat von Hörbüchern und Ähnlichem gehört, möchte aber im hohen Alter nichts Neues mehr ausprobieren. Sie erhält mehrmals pro Woche Besuch von ihren Kindern und auch die Pflege schaut mehrmals pro Tag bei ihr vorbei und erkundigt sich, ob alles in Ordnung ist. Wie gerne hätte Anna jemanden, der ihr aus einem Buch oder einer Zeitschrift vorliest, da sie doch immer solch ein Bücherwurm war. Sie traut sich nicht die Pflege zu fragen, sie bemerkt ja selber, dass sie immer im Schuss sind und sie ist schliesslich nicht die einzige Person, die sie betreuen. Wie wunderbar wäre es, wenn jemand mehrmals pro Woche vorbeikäme und ihr vorlesen würde.
Sophie (78) lebt mit Unterstützung der Spitex zu Hause. Leider hat sie jedoch kaum soziale Kontakte. Sie war nie ein besonders geselliger Mensch und die wenigen wirklich engen Freundschaften die sie hatte, sind mittlerweile leider alle verstorben. Eigentlich ist die Adventszeit ihre Lieblingszeit des Jahres. Besonders liebte Sophie früher die abendlichen Spaziergänge durchs Dorf und das Betrachten der Weihnachtsdekoration. Leider ist sie auf den Rollstuhl angewiesen und hat niemanden, der sie abends noch zu solch einem Spaziergang begleiten und den Rollstuhl schieben würde.
Jakob (85) kann kurze Strecken noch zu Fuss zurücklegen, für weitere ist er jedoch auf einen Rollstuhl angewiesen. Er ist ein gebürtiger Stadtzürcher, lebt aber seit mehreren Jahrzehnten in der Ostschweiz. Sein grosser Wunsch wäre, wieder einmal die Stadt Zürich zu besuchen. Solch ein Ausflug ist nur mit dem Rollstuhl möglich. Seine Kinder sind alle berufstätig und sind auch in der Freizeit stark eingespannt mit ihren eigenen Familien, dem Haushalt und ihren Hobbies. So haben sie wohl kaum Zeit, ihn einen ganzen Tag lang zu diesem Ausflug zu begleiten. Jakob erhält zwar diverse Unterstützungsangebote wie den Mahlzeitendienst, vereinzelt Besuchsdienst und Fahrdienst zu Terminen. Die Begleitung zu einem Tagesausflug würde den Rahmen wahrscheinlich sprengen, zu fragen traut er sich gar nicht erst. Er hat davon gehört, dass viele Züge heutzutage rollstuhlgängig sind, würde sich aber niemals zutrauen diese Reise alleine anzutreten.
Die Beispiele sollen einen kleinen Einblick geben, welche Begleitungen/Aktivitäten/Unternehmungen mir vorschweben. Aufgrund meiner Arbeit in der Pflege weiss ich, dass sich sehr viele Menschen einsam fühlen und sich genau solche oder ähnliche Dinge, wie oben beschrieben, wünschen würden. Man kann sich genauso einsam fühlen, auch wenn man in einer Pflegeinstitution wohnt, auch wenn man diverse soziale Kontakte hat, auch wenn man mehrmals pro Woche Besuch erhält. Glücklicherweise gibt es in der Schweiz zahlreiche soziale, pflegerische und freiwillige Angebote und Organisationen. Beispielsweise die Spitex, Pro Senectute, Schweizerisches Rotes Kreuz, Mahlzeitendienst, Besuchsdienst, Fahrdienst, Telefonhotlines, die Hospizgruppe die man anrufen kann, wenn man sich einsam fühlt oder jemanden zum Reden braucht. Alle genannten Organisationen und Hilfsangebote sind unendlich wertvoll und ohne sie könnten viele Menschen nicht mehr zu Hause leben, externe Termine oder Erledigungen wären nicht mehr möglich und die Einsamkeit wäre sicherlich ein noch grösseres Problem. Dennoch sehe ich, dass es trotzdem noch gewisse «Lücken» gibt, die von den genannten Diensten nicht vollständig gefüllt werden können. Diese «Lücken» habe ich in den obenstehenden Beispielen versucht, zu verdeutlichen.
Ich bin sehr gerne bereit meine Dienstleistung auch zu unüblicheren Zeiten anzubieten und ich freue mich, mit dem «Projekt Pusteblume» offene Wünsche (gerne auch unkonventionellere) zu erfüllen und so der Einsamkeit wenigstens ein Stück weit entgegenzuwirken. Der Möglichkeiten und Ideen sind meiner Meinung nach kaum Grenzen gesetzt. Ich freue mich auf eure Wünsche und Anfragen, auch wenn sie noch so ausgefallen klingen mögen. Ich bin gespannt und freue mich auf das eine oder andere kleine Abendteuer, das wir dabei hoffentlich gemeinsam erleben werden. Bitte habt keine Hemmungen, zu fragen und lasst eurer Kreativität freien Lauf ! Ich werde mir im Rahmen meiner Möglichkeiten alle Mühe geben, eine Lösung zu finden und den Wunsch zu erfüllen.

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